Dienstag, 11. Januar 2011

ZEIT

●    Zeit bejahen heißt, sich dem Augenblick ergeben, den Moment annehmen, sich der Zeit hingeben. 
●    Der Neurotiker ist der Zeitnutzer, der die Grenzen der Effizientmachung der Zeit nicht anerkennt. Er begreift sie nicht, ihm ist Zeit kein ERLEBNIS. 
●    Depression ist Vergangenheitsbehaftetheit:   Wert der Gegenwart ist ihr Inhalt,(mindestens also Langeweile,) und ergibt sich aus der Qualität der Bewältigung der vergangenen Situationen als diese gegenwärtig waren, und der Überzeugung, entweder die zukünftige Gegenwart beeinflussen zu können, oder ihr schicksalhaft zu erliegen.   
●    Verweilen in der Zeit bedeutet den Zeitboykott.    Sich der Zeit entziehen geschieht am ehesten, am einfachsten durch die Schaffung von Raum. Im selbst geschaffenen Raum ist die Außenzeit nicht Elementar. 
●    Feiern sind Inseln in der Zeit um die Grenzen der Nahbarkeit zu sprengen, und so auch die der Individualität. ●    Zeitbrüche : Situationen die nichts mit der vorhergehenden und deren Erfordernissen zu tun haben Monotonie: Sekunde ist gleich Minute und nur der Inhalt kann das ändern. Sinnentleerung führt zur Zeitfixierung, führt zur Sinnentleerung führt zur Zeitfixierung, führt zur Sinnentleerung...hält ab von Selbstverwirklichung,

Sonntag, 9. Januar 2011

SEXUALITÄT (No means No)

Sexus zu Liebe machen, das ist Kultur.
Ohne Hingabe ist Partnerschaft eine nüchterne Angelegenheit. Das Triebleben ist, wenn es sich nicht auf ein zu befriedigendes Subjekt bezieht, das hohle Ende der Suche nach Lust und Leidenschaft.
Vertrauen und Mut sind Voraussetzung um sich in seiner Verletzbarkeit zu offenbaren. Sexualität in Hingabe bedeutet eigene Grenzen erfahren, gegebenenfalls gar verschieben.
Vergewaltigte und Traumatisierte sagen entweder immer oder nie wieder Nein, sie suchen die Randsituation, (um sich -verspätet- zu wehren, um in der Gegenwart die Vergangenheit zu ändern), doch sie haben das Gefühl für eigene Grenzen aus dem Blick verloren, so daß sie sie nur intellektuell ausloten können. Sie veräußern sich komplett, um im Nachhinein zu beweisen das es ihnen nicht geschadet hat, oder sie kriechen in sich hinein bis die Verbindung zum Aussen negiert scheint. Im Extremfall wählen sie beide Strategien zugleich.
Der Traumatisierende dabei nimmt nicht nur dem Objekt seiner Begierde sondern zudem sich selbst die Möglichkeit zur Erfüllung im Anderen, zur Auflösung, zur Entsagung des Selbst. Der Gewalttäter entzieht für die nur kurz-andauernde Befriedigung eines lüsternen Bedürfnisses seines Körpers der eigenen Seele die Potenz zur Überantwortung an den Anderen, der Fügsamkeit in den Wunsch des Anderen und des Erblühens in der totalen Selbstauflösung.  Diese Form der Sexualität ist für die Seele das, was Junk-Food für den Körper ist, es macht nicht lange satt, es verlangt nach immer mehr und es hinterlässt einen schalen Nachgeschmack. 
Erst die Fürsorge am Gegenüber durch die diffuse Streuung und temporäre Auflösung des Ego befähigt die Seele sich zu der Höhe aufschwingen die ihre Grenze und damit ihre Bestimmung ausmacht.
Ohne innere Hingabe ist Sex eine Phrase, die das Selbst verleugnet.

Freitag, 7. Januar 2011

WAHRHEIT


Da alles was wir über das Außen sagen, sich grundsätzlich   Da alles
Da alles was wir über das AUSSEN sagen,
sich grundsätzlisagen, sich grundsätzlich auf das eigenech auf das eigene Innenleben bezieht
und aleigene Innenleben bezieht, und alles,  was wir über uns selbst sagen les,
und alles, was wir über uns selbst sagen das eigene

was wir üdas eigene Ich-Ideal wied
 wiedergibt,ergibt,
und da jeund da jede unsererr ÄuSSerungengen
immerimmer nur einen Teilaspekt der 
                                                               Wirklichkeit wiedergibt,
                                                                             wiedergibt,
sind wir GRUNDSÄTZLICH nicht in der Lage,
                                                            GRUNDSÄTZLICH NICHT IN DER LAGE

wahrhaftige Aussagen zu treffen.
sind wir
nicht in der Lage,
               wahrhaftige Aussagen zu treffen

Mittwoch, 5. Januar 2011

LUST



Lustvolle Leben sind nicht un-bedingt liederliche Leben.
Falsche Bescheidenheit ist Tod im Leben.
Diese Bescheidenheit spielt sich auf zum Tyrann  
über die immanenten Bedürfnisse des Lebens, 
sie will das Leben steril und märtyrerhaft stilllegen, 
bis nichts mehr passieren kann.
Mit der Lust lebt man über seine Verhältnisse.
Mit der Lust schlägt man der Begrenztheit 
des sonstigen Lebens ein Schnippchen, 
erhebt sich über die Erfüllung der vegetativen Bedürfnisse.
Die Lust ist Radikal. 
Sie ist Riskant, 
sie birgt den Schmerz, 
den Verlust, 
den Selbstverlust gar.
Der Mensch sucht den Lustgewinn instinktiv, 
in der Wirklichkeit aber 
gibt es erheblich mehr Unlust erzeugende  Eindrücke, 
als die Begegnung mit dem Ekstase erzeugenden Ereignis. 
Im alltäglichen Leben verbringt der Mensch sehr viel mehr Zeit damit, 
Unlust zu vermeiden, als sich der Lust zuzuwenden. 
Somit verzichten die meisten Menschen auf Lustgewinn 
wenn ihnen die Zivilisation als Ersatz 
weniger Leiden verschafft.